Gästebuch

Datum: 15.01.2018

Autor: Smithe838

Betreff: John

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Antworten

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Datum: 06.12.2017

Autor: Michael Ackermann

Betreff: Leberzirrhose

m August 2014 wurde ich, aufgrund monatelangem Alkoholmißbrauch, in das Uniklinikum Marburg eingeliefert.

Ich konnte nicht mehr laufen. Mein Urin war rot. Meine Haut und die Augen tiefst gelb.

In der Klinik wurde festgestellt dass ich kaum noch Natrium oder Salze im Körper hatte.

Billirubin: weit über 30
Gamma GT: 2500

Diagnose: zu 99 % Leberzirrhose.

Eine Woche später, ich war inzwischen von der Intensivstation auf die normale Station verlegt worden, wurden mir und meiner Frau mitgeteilt, dass ich keine Überlebenschance hätte und ich daran definitiv und ganz sicher innerhalb der nächsten 3 Monate sterben würde.

Ein danach geplanter Selbstmordversuch in der Klinik scheiterte aufgrund meines körperlichen Zustands (zu schwach)

Man schickte mir eine Psychaterin auf das Zimmer, die mich auf das Sterben vorbereiten sollte. Und entließ mich nach 6 Wochen auf eigenen Wunsch zum Sterben nach Hause.

Ich konnte nicht laufen. War physisch und psychisch völlig am Ende.

Nach Monaten der Einnahme von Kortison,Hepamerz, Pantoprazol,Ursofalk,Konakion und Prednisolon. der intensiven Pflege meiner Frau, Lebergerechtem Kochen und einem großen Kampf meinerseits, schaffte ich es zu überleben. Selbst eine Lebertransplantation war nicht nötig.

Der Leberarzt der Klinik, der mir am 18 November 2014 mitteilte, dass ich es, wie auch immer, geschafft hätte, sprach von einem Wunder. Er und seine Kollegen würden kopfschüttelnd über meinen Blutwerten sitzen.

Über diese Zeit: Einlieferung, Diagnose, Hoffnungslosigkeit, meinem Kampf und dem ,, Wunder,, habe ich ein Buch geschrieben.,, SO SCHNELL STIRBTS SICH NICHT"
Mir liegt viel daran es Betroffenen nahe zu bringen. Ärzten sowie Patienten und Alkoholikern.

Ich möchte sterbenskranken Patienten aufzeigen, dass da immer noch irgendwo ein kleines Licht am Horizont ist, ohne unberechtigte Hoffnung zu entfachen. Und möchte Ärzte gerne ein wenig sensibilisieren.

Man sollte einem Patienten stets die Wahrheit sagen. Aber ihm komplett alle Hoffnung nehmen, wäre , zumindest in meinem Fall, beinah schief gegange.


Ich weiß wie es sich anfühlt ,, definitiv zu sterben,,.Weiß wie es sich körperlich und mental anfühlt.Und ich möchte Anderen, die in einer ähnlichen Situation sind, Hoffnung geben.

Antworten

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Hilfe-für-Alkoholkranke Wien ZVR: 499110194

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